| Bogenschießen vom Pferd - Die Steppenreiter vom BSC-Wirges | | Drucken | |
| Geschrieben von Mary | |
| Mittwoch, 27. Juni 2007 | |
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Auch wenn die Veranstaltung nicht in der Steppe, sondern in der goldenen Oktobersonne der Eifel stattfand, so konnten sich 12 Mitglieder des BSC Wirges doch für einen Tag wie Steppenreiter fühlen. Bogenschießen vom Pferd - die uralte Kampfkunst, mit der die Steppenkrieger fast ganz Europa erobert hätten - wurde zu einem hautnahen Erlebnis und Dschinghis Khan hätte nicht viel zu meckern gehabt, zumindest was die Trefferquote im Schritt anging... Daß die Mitglieder des BSC-Wirges aufgeschlossen für Neues und auch Ungewöhnliches sind, das hatte ich als Neuzugang im Januar 2006 bereits sehr schnell bemerkt. Als Reiterbogenschützin und gerade zugezogene Westerwälderin war ich auf der Suche nach einem Ort für meine "Trockenübungen" ohne Pferd gewesen und staunte nicht schlecht, als ich die phantastische Anlage des BSC-Wirges entdeckte. Meine Aufnahme dort war äußerst herzlich und interessiert (nochmal vielen Dank an Euch!) und bald wußte ich: Die sind genauso verrückt wie Du, hier mußt Du Mitglied werden! Die Tatsache, dass ich in der Eifel Bogenschießen zu Pferd praktiziere, stieß sofort auf sehr reges Interesse und schon bald war man sich einig, dass es sicherlich einige Interessenten im Verein für einen "Schnupperkurs" im berittenen Bogenschießen gäbe. Am 8 Oktober 2006 fuhren dann 12 kühne Recken (und Reckinnen)samt Vorsitzendem Gert Nauheim, der das Ganze mit initiiert hatte, nach Kerperscheid in die Eifel, wo mein Kollege und guter Freund Karl Lindemann 33 Pferde, darunter 16 Renntraber, sein eigen nennt. Da einige der Teilnehmer noch keine Erfahrung mit Pferden hatten, ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zunächst einmal darum, sich mit den Tieren und dem Sitzenbleiben auf denselbigen vertraut zu machen. Mit der sanften Helena - Karls Holzpferd - wurde zunächst der grundlegende Umgang mit dem Pferd geübt (Auf- und Absteigen, richtige Art zu sitzen). Von ihrem Rücken aus konnten auch die ersten Pfeile geschossen werden, wobei Helena sich zwischezeitlich durch heftiges Rütteln an ihrem Holzkorpus in eine wilde Stute verwandelte. ![]() Dann wurden die Pferde samt Reiter eine Stunde im "Buddy-System" durch die Eifel geführt, wobei jeder eine viertel Stunde führte oder oben saß und dann gewechselt wurde. Einige Mitglieder des BSC entpuppten sich dabei als wahre Naturtalente und saßen auf den Gäulen, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan (aber ich hege schon seit längerem den Verdacht, dass die meisten BSCler zumindest in ihrem früheren Leben kühne Reiterkrieger waren...). ![]() Nach dem Mittagessen ging es dann geführt und im Schritt durch die Schießbahn, und siehe da - fast alle Pfeile trafen ihre Ziele, was zeigt, dass sich die Schützen des BSC-Wirges sehr schnell auf die Schaukelbewegungen der Tiere und die Bewegung der Ziele einstellen konnten. ![]() ![]() Ein mutiger Johnny wagte sich sogar im Gallopp über die Bahn und hatte sichtlich Spaß. Schändlicherweise wurde er später fast von mir über den Haufen geritten, als er ein Actionfoto von mir machen wollte. Das Bild ist super geworden, leider verdrehte der Photograph sich beim panischen Sprung zur Seite das Knie. Nochmal Sorry, Johnny!! ![]() Inzwischen gibt es einige Reiterbogenbesitzer beim BSC-Wirges, und was ein echter (oder genial nachgebauter...) Reiterbogen ist, der möchte auch vom Pferd aus geschossen werden. Daher bin ich mir sicher, dass es nicht das letzte mal gewesen sein wird, dass sich Wirgeser Bogenschützen in Steppenreiter verwandeln. Die ganze Aktion hat unheimlich viel Spaß gemacht und meine Vereinskollegen- und kolleginnen haben sehr viel Begeisterung bei der Sache gezeigt. Aber ich glaube, es zeichnet den BSC-Wirges ohnehin aus, dass Dinge mit Begeisterung getan werden - auch die ungewöhnlichsten. Mary Niegot |
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 28. Juni 2007 ) |
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